Montag, 13. August 2007

Die Reise zur Intuition: Ursprünglicher Sinn der Deutung mit Tarot-Orakeln

Wer Probleme hat, oder gar nicht mehr weiter weiß, lässt sich möglicherweise die Karten legen. Jemand anderes, jemand, der ihn gar nicht kennt, soll ihm einen Ausweg aus seiner Situation weisen.
Welch Missverständnis offenbart sich da vom Sinn und Zweck der Nutzung des Orakels. Ein Missverständnis, das von Kartenlegern und -legerinnen kräftig unterstützt wird, um damit Geld zu verdienen. Eine Dienstleistung, die auf einem Missverständnis beruht, ist jedoch zurecht sozial unverträglich.
Natürlich ist es schwierig, sich selbst die Karten zu legen, aber nicht, weil man nur das sehen will, was man sehen möchte, sondern, weil nicht jeder 'einfach so' Zugang zur Intuition hat.
Einer neutralen Person fällt es natürlich leichter, ihre Interpretation der Dinge, die sie in den Karten glaubt zu sehen, zu äußern, da sie von dem Problem des Fragenden nicht betroffen ist. Diese Interpretation ist dann durchaus eingefärbt durch das Weltbild der Kartenlegerin und kann zur Aufklärung für den Fragenden beitragen, kann aber auch genauso gut noch mehr Verwirrung stiften.
Deshalb müssen wir uns durchaus entscheiden, ob wir glauben, dass die Zukunft feststeht und ob wir daher in den Karten eine Zukunft sehen können? Oder ob wir glauben, dass es keine feststehende Zukunft gibt und wir daher mit unseren eigenen Entscheidungen den Gang der Dinge beeinflussen.
Wenn wir die Frage mit JA beantworten: es gibt eine feststehende Zukunft, ein unveränderliches Schicksal; dann erübrigt sich eine Kartenbefragung, da wir ja ohnehin nichts ändern können. Es sei denn, wir wollen selbstquälerisch oder neugierig wissen, was uns noch bevorsteht. Wenn wir die Frage mit NEIN beantworten, dann haben wir die Wahl, unser eigenes Urteil oder das einer Kartenlegerin bei der Deutung zurate zu ziehen.
Ein guter Deuter, eine gute Deuterin betont daher immer:
1. dass es sich nur um Tendenzen zum Zeitpunkt der Fragestellung handelt, die in den Karten abgebildet werden,
2. dass die abgebildeten Tendenzen der Interpretation der Kartenlegerin unterliegen
und 3. dass es unserer eigenen Entscheidung obliegt, das Beste aus den Tendenzen zu machen und somit eigenverantwortlich unsere Zukunft unter gegebenen Bedingungen zu gestalten.

Der Deuter / die Deuterin kann uns somit die Verantwortung für unser Leben nicht abnehmen! Und kann nur Auskunft geben, was - seiner / ihrer Meinung nach - am besten zu tun ist, um Probleme zu vermeiden.
Nicht einmal, wenn der Fragende untätig bleibt, entwickeln sich die Dinge so, wie sie zum Zeitpunkt der Fragestellung abgebildet wurden, denn auch 'untätig bleiben' ist eine Entscheidung, die ins Geschehen eingreift und es verändert. Und außerdem verändern sich die Dinge auch ohne unser Zutun.
Es geht also immer darum, was wir selbst wollen! Falls wir das nicht wissen, fragen wir das Orakel, z.B. das große Arkanum des Tarot.
Das große Arkanum des Tarot ist der Einweihungsweg zur Intuition wie er als 'Buch Thoth' aus dem alten Ägypten überliefert wurde.
Dabei dient das große Arkanum als Entscheidungsfindung im Einklang mit
1. dem eigenen Wohlbefinden, dem eigenen Wollen und Wünschen
2. den Wünschen und Kräften der Umwelt
und 3. einer übergeordneten dritten Kraft (wenn man so will: das Schicksal!), die ausgleicht zwischen den ersten beiden.

Intuitiv muss die richtige Antwort auf die Frage beim Blick in die ausgelegten Karten in uns erscheinen. Nur dann entspringt sie den Bedingungen unserer Wirklichkeit. Je mehr und je öfter wir daher die Karten befragen, desto mehr Übung bekommen wir bei der Reise zu uns selbst, ins Innere unseres Geistes, bei der Reise zur Intuition. Die Reise zur Intuition – das ist Sinn und Zweck der Befragung des Tarot-Orakels. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Eure Shakti Morgane

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