Sonntag, 21. Juni 2026

DIE WAFFEN NIEDER

  

Auch die schönsten Waffen sind unheilbringende Geräte,

und die Geschöpfe hassen sie wohl.

Darum: Wer den SINN hat weilt nicht dabei.

Der Edle in seinem gewöhnlichen Leben

achtet die Linke als Ehrenplatz.

Beim Waffenhandwerk ist die Rechte der Ehrenplatz.

Die Waffen sind unheilbringende Geräte,

nicht Geräte für den Edlen.

Nur wenn er nicht anders kann, gebraucht er sie.

Ruhe und Frieden sind ihm das Höchste.

Er siegt, aber er freut sich nicht daran.

Wer sich daran freuen wollte, würde sich ja des

Menschenmordes freuen.

Wer sich des Menschenmordes freuen wollte,

kann nicht sein Ziel erreichen in der Welt.

Bei Glücksfällen achtet man die Linke als Ehrenplatz.

Bei Unglücksfällen achtet man die Rechte als Ehrenplatz.

Der Unterfeldherr steht zur Linken, der Oberführer

steht zur Rechten.

Das heißt: er nimmt seinen Platz ein nach dem

Brauch der Trauerfeiern.

Menschen töten in großer Zahl, das soll man

beklagen mit Tränen des Mitleids.

Wer im Kampfe gesiegt, der soll wie bei einer

Trauerfeier weilen.

Laotse (Tao te king)

 


 

Was stimmt mit dem denn nicht??? 

Dienstag, 2. Juni 2026

Ritual: Schmerzen transformieren

 

Wir benutzen die niedere Magie, um angesichts der herrschenden Ungerechtigkeiten unseren daraus resultierenden Schmerz zu transformieren.


Zeitpunkt:

An einem Montag oder Dienstag, wenn der abnehmende Mond das Zeichen der Jungfrau durchwandert. (siehe Hexenkalender)

Ritual:

Du brauchst eine kleine lila oder weiße Kerze, eine kleine Schüssel, Wasser, Pergamentpapier, rote Tinte. Einen kleinen Tisch, z.B. Couchtisch. Ritze in die Kerze mittig den Namen deines Peinigers, z.B. das Wort 'Regierung' ein. Befestige die Kerze mit Wachs auf dem Boden der kleinen Schüssel und fülle sie halb voll Wasser. Stelle die Schüssel auf den Tisch. Schreibe den Zauberspruch auf das Pergament. Ziehe um dich herum den magischen Kreis und setze dich vor den Tisch. Zünde die Kerze an und sprich den Zauberspruch 3mal, 6mal oder 9mal, je nach Vorliebe. Danach verbrenne das Pergament an der Kerzenflamme. Warte, bis die Kerze im Wasser verlischt.

Zauberspruch:

Große Göttin nimm meinen Schmerz,

mach mich gesund,

stärke mein Herz.

So wie mein Schmerz jetzt

ganz verschwindet und ist weg,

landen die Schwarzmagier voll im Dreck.

Das ist mein Wille. So soll es sein.

Mit der Göttin Hilfe richte ich es ein.

Das Glück der Schwarzmagier versinkt,

so wie die Kerze hier ertrinkt.

Öffne den magischen Kreis. Vergiss das Ganze und sei guter Dinge. Die große Göttin sorgt für den Ausgleich. Sollten deine Schmerzen daraufhin verschwinden, greif dir deine Gitarre und bringe der Göttin ein Ständchen.

Mehr Rituale und Zaubersprüche in: Als Hexe wirken, Verwurzelt sein im Alten Pfad und Hexenweisheit von Shakti Morgane 

Freitag, 3. April 2026

Gelebte Weiblichkeit und moderne Hexenjagd

   

Es liegt in der weiblichen Natur, sich mit den Elementen und Schwingungen in der Welt und in sich selbst zu verbinden, um neues Leben hervorzubringen, zu schützen, zu nähren und zu erhalten. Diese Fähigkeit wurde Frauen zunehmend zum Verhängnis, als sie nicht mehr zum unmittelbaren Überleben der Gesellschaft gebraucht wurde. Die besondere Fähigkeit des weiblichen Teils der Menschheit, mit der Natur zu kommunizieren und mittels psychischer Kraft Veränderungen herbei zu führen, wurde im Laufe der Geschichte als überlebenswichtig vergessen und, auch von den Frauen selbst, immer weniger verstanden. In der Zeit vom ca. 14. - 18. Jh. wurde in Europa diese Fähigkeit zunehmend dämonisiert und als 'mit dem Teufel im Bunde' verunglimpft, und zum Vorwand benutzt, unzählige Menschen, insbesondere Frauen, mittels der Inquisition zum Sündenbock zu machen und auszurotten. 

 In der Moderne und Postmoderne treibt der Neid der patriarchalen Wissenschaft auf die weibliche Potenz der Gebärfähigkeit heutzutage solch kuriose Blüten wie 'Gendermainstreaming' und dergleichen Unsinn mehr. Eine moderne Form der Hexenjagd drängt heute darauf, die Frau als Mutter abzuschaffen, um die Natur durch die künstliche Schöpfung der patriarchalen Wissenschaft zu ersetzen.

Deshalb steigt im Zeitalter des technischen Fortschritts die Sehnsucht des modernen Menschen nach den abhanden gekommenen Fähigkeiten, mit der Natur zu kommunizieren - eine Fähigkeit, die große seelische Kraft verspricht und für die Frauen einstmals verehrt wurden -, kontinuierlich an.

Mit der Sehnsucht nach dieser Fähigkeit lässt sich heute viel Geld verdienen. Der Boom von z.B. 'Harry Potter' beweist es. Harry Potter ist der Held, der sein Innenleben, das Irrationale - die Wildnis! - in der Außenwelt erlebt.

Aber auch der im 20. Jh. publizierte Roman von M. Bulgakov „Der Meister und Margarita“ weist in dieselbe Richtung.

Bulgakov thematisiert in diesem Roman den Widerspruch zwischen Determinismus und Voluntarismus in der Sowjetunion der Stalinzeit. Seine Lösung des Problems: das Verborgene! Der Teufel holt die Technokraten! Denn die Moral von der Geschichte heißt hier: wer es schafft, seine Angst zu überwinden und somit seine Schmerzen in Entspannung zu verwandeln wie Margarita, der trägt dazu bei, dass in die Welt seiner Widersacher aus dem Unbegrenzten (dem Verborgenen) das Chaos hereinbricht. Es geht zum Zwecke der Seelenstärkung angesichts von Widrigkeiten im Leben demnach um emotionale Transformation!

Magie ist eine unabhängige Energie. Sie steht jedem von uns zur Verfügung und sie wird aktiviert durch emotionale Transformation. Grundvoraussetzung hierfür ist die Fähigkeit zu entspannen. Entspannung wiederum bedeutet, ein Problem zu lösen, solchen Emotionen wie Wut, Angst, Wahn etc. - die Schatten! - auf den Grund zu gehen.

Dann wird Magie zu einer wirkenden Kraft im Verborgenen, im ‚magischen Raum‘ der Welt.

Deshalb kann jeder von uns durch Selbsterkenntnis im Sinne einer Reinigung des Herzens seine Seele stärken und dadurch die Kräfte aus der Unterwelt/dem ‚magischen Raum‘ zur Lösung seiner Probleme einsetzen. Auch meine Bücher helfen dabei.