Samstag, 7. November 2020

Was ist Magie?

 

Hexerei ist in Rumänien als Beruf anerkannt. Dennoch zahlen Hexen keine Steuern. Man wagt es nicht, sie anzutasten. Der Glaube an das Übersinnliche, an die Verbundenheit von allen Kreaturen miteinander, ist in Rumänien noch lebendig. Rumänische Hexen wissen, wie sie in diese Verbundenheit in spiritueller Weise eingreifen und das Geschehen beeinflussen können, zum Guten oder zum Bösen. Die Ethik der rumänischen Hexen besteht einfach darin, dass sie das was sie machen, tun, weil sie es können. Hier ein Video mit englischen Untertiteln über rumänische Hexen:


 

Wer fühlt sich bei diesem Anblick nicht an die 3 Hexen der Charmed TV-Serie (1998 - 2006) erinnert? Jedoch besteht ein gravierender Unterschied. Die Charmed-Hexen retten die Unschuldigen ohne Gegenleistung, weil es ihnen von einer höheren Macht (die Ältesten) befohlen wurde. Sie werden folglich fremdbestimmt. Deshalb empfinden sie ihr Schicksal als Bürde, von der sie sich gern befreien möchten.

Die rumänischen Hexen retten niemanden umsonst. Und das ist auch gut so! Ihr Schicksal ist ein Privileg. Sie sind nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet. Sie helfen den Menschen ebenfalls. Damit es aber in der universellen Ordnung einen Ausgleich für ihre Taten gibt, steht ihnen zurecht eine angemessene Entschädigung zu.

Geben und Nehmen müssen immer ausgeglichen werden. Dieses Gesetz der universellen Balance hat Hollywood vergessen. Sie entwarfen die Charmed-Hexen-Rollen-Vorbilder entsprechend dem Muster eines unterdrückenden, unfreien Frauenbildes. Warum? Um Mädchen und Frauen, falls sie noch jung und unbedarft sind und diese Unterhaltung konsumieren, 'an die Kandare' zu legen! Frei nach dem Motto: Wenn ihr euch benehmt, dann bekommt ihr auch die Belohnung: eine heile Familie. - Diese anmaßende, autoritäre Haltung ist typisch für das Patriarchat, in dem wir leben.

Magie ist vor allem Selbstmanagement und hat mit der Erfüllung übergeordneter Anweisungen, wie 'Charmed' suggeriert, nichts zu tun. Um Magie erfolgreich ausüben zu können, muss man zuerst sich selbst erkennen. Bei dieser Selbsterkenntnis hilft u. a. die Lösung der 8 Lebensaufgaben wie sie in Shakti Morgane's 'Buch der Schatten' formuliert sind. Das Naturgesetz ist das einzige, was der Magie übergeordnet ist. Deshalb ist Magie auch allenfalls übersinnlich, aber niemals übernatürlich zu nennen.



 

Freitag, 2. Oktober 2020

Spruch für Halloween

 Oh Hekate, Hathor, Kali, Pele und Cerridwen,
ihr Göttinnen der Unterwelt,
lasst es geschehen.

Ich rufe euch, kommt herbei,
nehmt weg den Masken-Spuk,
macht uns frei.

Sie töten unsere Kinder und bringen große Not.
Schickt die Virus-Wahnsinnigen in die Hölle,
noch vor ihrem Tod.

Helft uns jetzt und steht uns bei.
Das ist mein Wille,
auf dass es so sei.


Montag, 31. August 2020

Hexenkult - Weltsicht

Hexen glauben an die spirituellen Kräfte in der Natur und kommunizieren mit ihnen, indem sie sich mit dem in ihnen selbst wohnenden persönlichen Naturgeist verbinden. Anders ausgedrückt: Sie verbinden sich mit ihrer inneren Kraft, als Teil der Naturkraft, um mittels dieser mit der übrigen Natur zu kommunizieren.

Zwecks Verbindung mit der inneren Kraft versetzen sie sich in einen ekstatischen Zustand. Hilfsmittel hierfür sind z. B. Tanz, Trommelmusik, Drogen. Diese Art Ekstase-Kult war auch in  der Antike bekannt und im Mittelalter im Volk noch weit verbreitet und wurde ab Mitte des 14. Jh. von der Kirche dämonisiert, verfolgt und bekämpft. Im 'finsteren' Mittelalter beschränkte sich die Kommunikation nicht auf Menschen. Kommuniziert wird u. a. mit Pflanzen, Tieren, Geistern, Dämonen, Toten, Heiligen, Märtyrern sowie Gott und Göttin. "Die Welt ist vollständig beseelt und verzaubert." (Schwanitz, Die Geschichte Europas)

Selbst heutzutage begeht man auf ekstatische Weise in einigen Gebieten Griechenlands, dem ehemaligen Land der Göttinnen Aphrodite und Artemis, mit kirchlicher Duldung und unter kirchlichen Vorzeichen (Fest des Heiligen Konstantin) mit der gesamten Gemeinde noch das Frühlingsfest Anthestaria, bei dem man drei Tage lang tanzt und abschließend im ekstatischen Zustand über glühende Kohlen läuft, ohne sich die Füße zu verbrennen. 

Die Rückkehr der Lebenskraft in die Natur wurde und wird auf diese Weise im Frühling ekstatisch gefeiert und ins eigene Leben zur Stärkung der eigenen Seelenkraft übernommen.

Die Weltsicht aus der Antike dauerte im Mittelalter (immerhin 1000 Jahre) weiter an. Außerdem breiteten sich seit dem Zerfall des römischen Imperiums mit der Völkerwanderung die Ekstasekulte, der aus Asien eingewanderten nomadisierenden Stämme in ganz Europa weiter aus und standen zunehmend in Konkurrenz zur Weltsicht der aufstrebenden Macht der christlichen Kirche, die ein diesseitiges Paradies im Einklang mit der Natur strikt verneinte und das Natürliche im Menschen als Sünde verunglimpfte. (nachzulesen in: Das Reich des Schamanen, Sergius Golowin)
Die Ablehnung durch die Kirche ging seit Beginn der Neuzeit und der Entwicklung von der Feudal- zur Geldwirtschaft zusätzlich einher mit dem politischen Willen auch der weltlichen Obrigkeit, „… alle Bereiche des menschlichen Daseins ‚rational‘, nach kalt berechenbaren Regeln gestalten …“ zu können. (Golowin)

So ist es bis heute geblieben. Eine einseitige Betonung des Rationalen führte zum technischen Fortschritt einerseits aber auch zur seelische Verarmung des modernen Menschen andererseits.
In unserer entarteten Gesellschaft ohne spirituelle Verbindung zur Natur hat inzwischen die Zerstörung der Natur durch technischen Fortschritt, u. a. z. B. mittels KI, riesige Ausmaße angenommen und damit zwangsläufig den Untergang der gesamten Menschheit als Konsequenz.

Es ist höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf die spirituellen Kräfte der Natur und die natürlichen Kräfte (z.B. Selbstheilungskraft) im Menschen. 

Die Kunst der Hexen, der Zaunreiterin, besteht in der Ausbalancierung beider Bereiche, des Rationalen (Tonal) und des Irrationalen (Nagual). Die Hexe sitzt nicht auf der Grenze zwischen Diesseits und Jenseits, wie allgemein angenommen wird, sondern auf der Grenze zwischen Rational und Irrational. Sie wechselt von einem Bereich zum anderen und vice versa. Um diese Kunst zu erlernen, könnten wir z.B. mit dem Aloha-Spirit (HUNA) einen neuen Anfang machen.

Aloha Spirit - HUNA - liegen 7 Prinzipien zugrunde:

1. Die Welt ist, wofür wir sie halten
2. Es gibt keine Grenzen
3. Energie folgt der Aufmerksamkeit
4. Jetzt ist der Augenblick der Macht
5. Lieben heißt glücklich sein mit …
6. Alle Macht kommt von innen
7. Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit

Demzufolge übt sich ein Aloha-Schamane (kahuna) in diesen Fähigkeiten:

1. Sehen – das heisst: Selbsterkenntnis
2. Klären – das heisst: in Fantasie und Realität Grenzen setzen
3. Konzentration – das heisst: Energie (Gefühle)/Gedanken lenken, meditieren, umwandeln
4. Präsent sein – das heisst: achtsam bei sich selbst im Hier und Jetzt bleiben
5. Segnen – das heisst: das bewundern was man will, was einem wichtig ist
6. Traumweben – das heisst: in der Fantasie nach Veränderung streben (bzw. altägyptisch ausgedrückt: das Paradies in der Unterwelt wieder herstellen)
7. Ermächtigen – das heisst: sich selbst die Wahl zugestehen

Das Ziel von HUNA ist Heilung – von sich selbst und der Umwelt.
(nachzulesen in: Der Stadtschamane, von Serge Kahili King)

Packen wir es an.

Übrigens: Bei der Selbsterkenntnis hilft u.a. das Buch der Schatten