Samstag, 9. November 2013

Karma

Bei Wikipedia lesen wir am 9.11.13:
„Karma (n., Sanskrit: कर्मन् karman, Pali: kamma „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese muss nicht unbedingt im aktuellen Leben wirksam werden, sondern kann sich möglicherweise erst in einem der nächsten Leben manifestieren.“
Und weiter: „In den indischen Religionen ist die Lehre des Karma eng mit dem Glauben an Samsara, den Kreislauf der Wiedergeburten, verbunden und damit an die Gültigkeit des Ursache-Wirkungs-Prinzips auf geistiger Ebene auch über mehrere Lebensspannen hinweg. ... Karma entsteht demnach durch eine Gesetzmäßigkeit und nicht infolge einer Beurteilung durch einen Weltenrichter oder Gott, es geht darum nicht um „Göttliche Gnade“ oder „Strafe“. Nicht nur „schlechtes“ Karma erzeugt den Kreislauf der Wiedergeburten, sondern gleichermaßen das „gute“. Letztes Ziel ist es darum, überhaupt kein Karma mehr zu erzeugen.“
Und an anderer Stelle im Internet steht:
“"Karma" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Rad" - das Karma zwingt uns, immer und immer wieder zu inkarnieren, um die Probleme, die wir uns selbst geschaffen haben, endlich alle aufzulösen. Jede neue Inkarnation ist eine neue Möglichkeit des Lernens, denn wir werden immer wieder mit den noch unbewältigten Problemen IN UNS konfrontiert. Die Bewältigung bedeutet, dass man nicht den Problemen auszuweicht, sondern sie annimmt und löst; meist lösen sie sich mit dem Annehmen schon von selbst. Das scheint aber den Menschen ungeheuer schwer zu fallen, denn sie kommen schon seit Jahrtausenden, ja, ganzen Zeitaltern, immer wieder und wieder, und scheinen dennoch nicht viel weiter gekommen zu sein, sondern sich immer tiefer in ihr Karma zu verstricken.“

Halten wir fest:
  • -Karma ist der Glaube an die Gültigkeit eines Ursache-Wirkungs-Prinzips als Gesetzmäßigkeit und 
  • -Karma zwingt uns 'selbstgeschaffene' Probleme zu lösen, indem es uns immer wieder inkarnieren lässt.
Was für eine triste Aussicht immer wieder in demselben Rad des Schicksals als Lebensschule gefangen zu sein und es nie verlassen zu können, da neue Taten neue Ursachen setzen, usw.! Da scheint es doch wesentlich einfacher zu sein, diesem absolut zur Auflösung des Schicksals untauglichen Konzept ein anderes Konzept entgegen zu setzen. Tauschen wir das Konzept einfach aus und schon ändern wir unser Karma.
Wie wäre es damit: Wir ersetzen den Begriff des Karma als ein lebloses Konstrukt (sterile Ursache-Wirkungs-Kette) durch die Vorstellung, dass unser Karma ein Produkt der Summe der Ereignisse und inneren Entscheidungen im Leben unserer Vorfahren ist, das uns in unserem Leben bei der Entwicklung hilft, indem es unser Leben bestimmt, bzw. das der Erkenntnis durch uns und damit seiner Auflösung, da Würdigung, harrt. Damit wäre es unsere Aufgabe, uns mit den Handlungen unserer Ahnen auseinander zu setzen, denn von den Ahnen wird es uns geschickt. Und wenn wir es schaffen, das Leben unserer Ahnen zu würdigen, kehrt die Bestimmung zu den Ahnen auch wieder zurück und wir sind frei davon. Auch in diesem Fall hat jeder seine persönliche Geschichte, die man sich bewusst machen muss, wenn man von ihr frei werden will. Hilfreich beim 'Aufdröseln' des Familienfadens bzw. der Entdeckung der persönlichen Geschichte ist u.a. das Familienstellen nach Hellinger und für leichtere Fälle auch mein Buch "Die Richtung der Kraft - Familienrepräsentation mit Tarot & Tarot. Der Schlüssel zur Magie" (Kindle eBook). Auch als Printversion verfügbar.

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