Mittwoch, 25. August 2010

Religion und Rückständigkeit

Religiöse Menschen unterwerfen sich einer wie auch immer genannten Religion und begreifen oft nicht, das es ein von Menschen gemachtes Gedankengebäude ist, ein von Menschen gemachter Versuch, sich die Welt und ihren Ursprung zu erklären.
Wenn dieses Gedankengebäude (Ideologie) auch noch aus einer historisch älteren Entwicklungsstufe der Menschheit stammt, fixieren sie mit diesem 'geistigen Käfig' (Hirsi Ali) ihre eigene Rückständigkeit.
Insofern haben alle überlieferten Religionen etwas Anrüchiges an sich und können niemals die Menschheit voranbringen. Staatstragende Religionen sind dann dasselbe wie totalitäre Ideologien und dienen nur der Diktatur einer Gruppe über den Rest der Gesellschaft.

In der modernen heutigen Zeit ist es daher angemessen, dass jeder Mensch glauben kann was er will. Aber bitte im Privaten! Und ohne andere Menschen mit seinem Glauben zu beeinträchtigen, zu belästigen oder gar zu gefährden!
Außerdem ist es angemessen, dass für das gesamtgesellschaftliche Zusammenleben Regeln eines von der Religion abstrahierten Staatsgebildes gelten müssen. Exclusive Gruppen innerhalb der Gesellschaft, von und in denen die gesamtgesellschaftlichen Regeln durch eine andere Ideologie bzw. Religion ausgehebelt werden, können daher nicht toleriert werden, wenn der gesamtgesellschaftliche Zusammenhalt nicht gefährdet werden soll und sich der Staat nicht selbst ad absurdum führen will.

Im speziellen Fall der Islamischen Religion hat Michael Kraft die Unvereinbarkeit von Religion und modernem Staat auf den Punkt gebracht, als er Alice Schwarzer's Buch rezensierte: "Im Islam steht - in Theorie und Praxis - der Mann über der Frau, und Gott über dem Staat. Beides lässt sich nicht vereinbaren mit unserer Grundordnung, die von der Gleichheit aller Menschen und der Trennung von Staat und Kirche ausgeht." (Quelle)

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