Montag, 1. Oktober 2018

Rezension „Body Feng Shui“ von Irmgard Brottrager, Bd. 1, 2014

Angesichts der Tatsache, dass ca. 70 % der Menschen in unserem Land übergewichtig sind, was die Gesundheitskosten ansteigen lässt, befasst sich die Autorin, getreu dem Motto: der Mensch ist was er isst, mit der Frage wie man den Energiefluss im Körper verbessern und mentale Hindernisse bei der Körperformung hin zu einer schlankeren Silhouette beseitigen kann. Sie kommt zu dem Ergebnis der Bevorzugung einer basisch-veganen Ernährungsweise für Gesundheit und Fitness.
Dabei geht es ihr hauptsächlich um die Einsicht der Dicken, die sie mit unbequemen Tatsachen konfrontiert. Je größer das Übergewicht, desto größer sei der Änderungsbedarf bei Essgewohnheiten und Lebenseinstellung. Doch die Veränderung funktioniere nur, wenn man sie wirklich will.
Darin dürfte für viele Dicke das größte Hindernis bestehen, denn, den eigenen Willen solange zu bezwingen, bis er einem dienstbar wird, ist eine Lebensaufgabe und für uns alle die größte Herausforderung bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Die Autorin behauptet, Übergewicht  sei weder auf Vererbung noch auf Krankheit zurück zu führen sondern auf Unwissenheit und ungünstige Einstellungen. Es ginge einzig darum, sich gesund zu ernähren. Dazu brauche man aber naturbelassene Lebensmittel aus einem intakten ökologischen Umfeld. Und wo gäbe es die heutzutage überhaupt noch?
Es folgt die Kritik an der industriellen Nahrungsmittelproduktion ohne jedoch den einzelnen aus der Verantwortung für sich selbst zu entlassen.
Der Körper sei der Tempel des Geistes. Die Materie sei aber dem Geist untergeordnet und der Körper daher „zähmbar wie ein Haustier“.
Es folgt wiederholt die Kritik der mentalen Einstellung der Übergewichtigen.
Eine Darstellung der Energiekörper des Menschen schließt sich an.
Jetzt befinden wir uns im esoterischen Gedankenansatz des Buches, der durch den Titel bereits angedeutet wurde. Der menschliche Organismus brauche nicht Biochemie, wie von Experten und Wissenschaftlern behauptet, sondern Biophotonen (Lichtnahrung, lebendige Nahrung). Also weg vom Konsum abgetöteter, industriell hergestellter Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel u. dgl. mehr und hin zu naturbelassenen Lebensmitteln und zwar zu solchen, die ihre Keimfähigkeit behalten haben, also lebensfähig sind. Es ist ganz einfach: Nur lebendige Nahrung lässt uns leben. Abgetötete Nahrung tötet uns auf die Dauer auch. In Experimenten habe man die Lebenskraft (das Chi) anhand der Gewichtszunahme bei keimenden Samen gemessen.

Im Mittelpunkt unseres Lebens steht das Chi, die Lebenskraft, deren Verhalten von Taoisten erforscht und mit der Lehre des Feng Shui zwecks Herstellung von Harmonie in Zeit und Raum für das menschliche Wohlbefinden beeinflussbar ist.
Die Autorin räumt mit einigen Vorurteilen (z.B. Essen als Treibstoff) auf und stellt im Sinne des Feng Shui klar: „Ideale Nahrung wirkt nicht als Treibstoff, sondern harmonisierend als Überträger von fehlenden Schwingungen.“
Entsprechend wird der Ernährungsbegriff weit gefasst auf alles, was unserem Wohlbefinden dient wie sonnenbaden, spazieren gehen, schlafen usw.. Demgegenüber gilt es alles zu vermeiden, was uns stresst, frustriert, überfordert. Von dem anderen Extrem, nur noch von „Luft und Liebe“ zu leben (Yasmuhen), rät sie ab.

Es folgt eine kontroverse Diskussion über Pranier, Fakire und andere Hungerkünstler mit der Erkenntnis, dass hohe Spiritualität offenbar mit dem Bedürfnis nach immer weniger aber dafür immer hochwertigerer Nahrung einher geht. Diese sogar notwendig ist, damit es zu keiner Ermüdung kommt. Womit wir bei der für jeden erfahrbaren Tatsache wären, dass uns nicht gleichwertige Energieschwingungen an Orten und von anderen Menschen herunterziehen können und wir mehr essen wollen, um die Energie auszugleichen. Umgekehrt können wir in Resonanz mit der universellen Schwingung zum Mitschöpfer unserer Realität werden und alles, womit unser Geist in Resonanz gehe, materialisiere sich.

Als hochwertige Nahrung gelte basisch-vegane Nahrung, weil sie die durch Übersäuerung bedingte Verschlackung stoppe und somit die 'Verkalkung' im Alter verhindere und unser Leben verlängern könne. Es folgt eine ausführliche Auflistung aller essbaren Lebensmittel und eine umfangreiche Rezeptsammlung schließt sich an.

Meine Einschätzung: Das Buch hat mich sehr begeistert, weil es eben nicht auf dem Schlankheitswahn als Schönheitsideal fußt, sondern das Wohlbefinden und die Gesundheit im Mittelpunkt steht. Ganz entsprechend dem Feng Shui Prinzip gilt es Schwingungen auszugleichen, in diesem Fall anhand der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Außerdem finde ich die umfangreiche Rezeptsammlung und die Auflistung hochwertiger basisch-veganer Lebensmittel ausgesprochen hilfreich für meine eigenen Bedürfnisse.

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