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Freitag, 14. März 2025

Warum Bauchtanz?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Viele haben versucht, eine Antwort zu geben, zusammengefasst in den Bauchtanz-Kalender Geschichten  

Bei Wikipedia gilt Orientalischer Tanz am 6.4.2018 als Ursprung des Striptease - Man liest dort die Festellung von Ulrike Wohler: "Der Orientalische Tanz gilt als Ursprung des Striptease und seine Bewegungen bieten sich für erotische Vorführungen an. Er beinhaltet damit den exhibitionistischen Aspekt von Tanz." - und folgert daraus, dass Orientalischer Tanz zum Rotlicht-Milieu gehört, in dem sich Frauen als Sexobjekt anbieten und unterstellt bauchtanzenden Frauen exhibitionistische Neigungen. Heute am 14.3.2025 plappert man dieses Framing immer noch nach:

Damit wird kritiklos der patriarchale Blick auf Frauen übernommen, der von den Orientreisenden des 19. Jh. (hauptsächlich Männer!) geprägt wurde. Auf die Idee, dass Frauen den Orientalischen Tanz lieben, weil er ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördert, kann (oder will) man so natürlich nicht kommen.

In Wirklichkeit bezieht sich der Orientalische Tanz in seinem Ursprung auf Geburtstänze matriarchaler Kulte in Afrika und diente der Lebensfreude, Gesundheit und Magie, bevor er sich mit dem Aufkommen des Patriarchats in seiner langen Geschichte zum Show- und Unterhaltungstanz entwickelte  und zu oben genannten Missverständnissen Anlass gab. 

Das alles will Wikipedia am 6.4.2018 und bis heute aber nicht wahrhaben. Warum wohl? Weil Wikipedia im Lenkungsinteresse und nicht im Erkenntnisinteresse betrieben wird, obwohl sie sich den Anschein geben, 'objektiv' zu sein.  

Die Entwicklung zum Show- und Unterhaltungstanz begann bereits im alten Ägypten in der femininen Epoche des Neuen Reiches unter Echnaton und nicht im 19. Jhd. wie im Artikel bei Wikipedia ( https://de.wikipedia.org/wiki/Orientalischer_Tanz ) suggeriert wird. Bilder diverser Tänzerinnen (auf Stein verewigt) aus der Zeit Echnatons befinden sich u. a. in europäischen Museen (z.B. Turin, Italien). Selbst in Europa am Hofe des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Friedrich II von Hohenstaufen im 13. Jh. gab es Orientalische Tänzerinnen, die zur Unterhaltung der Frau des Kaisers, die eine arabische Prinzessin war, aus dem Orient mitgebracht worden waren. Im Übrigen war der Kult der altägyptischen Göttin ISIS noch bis ca. 200 n. Chr. überall in Europa zwar verboten aber verbreitet. Damit dürfte ebenfalls ein reges Tanzleben einhergegangen sein. Wenn auch heimlich und nur zur Unterhaltung ausgewählter Kreise.

Indem man ihnen den Orientalischen Tanz durch rücken in die 'Schmuddelecke' bei Wikipedia 'madig macht', will man Frauen das wegnehmen, was ihre Lebensfreude und Magie steigern könnte - die Herrschaft über ihren Körper und Geist -, sie könnten sonst anfangen, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen - im Patriarchat.

Sinn und Zweck des Orientalischen Tanzes ist nach wie vor, auch wenn Wikipedia etwas anderes behauptet, die Generierung von Energie. Das stellt ihn in eine Reihe mit fernöstlichen 'Bodywork-Praktiken' wie z. B. Yoga, Tai Chi, Qi Gong. Mehr dazu erkläre ich im Podcast:


 

 

Samstag, 7. November 2020

'Charmed' - zauberhafte Hollywood-Hexen

 

Hexerei ist in Rumänien als Beruf anerkannt. Dennoch zahlen Hexen keine Steuern. Man wagt es nicht, sie anzutasten. Der Glaube an das Übersinnliche, an die Verbundenheit von allen Kreaturen miteinander, ist in Rumänien noch lebendig. Rumänische Hexen wissen, wie sie in diese Verbundenheit in spiritueller Weise eingreifen und das Geschehen beeinflussen können, zum Guten oder zum Bösen. Die Ethik der rumänischen Hexen besteht einfach darin, dass sie das was sie machen, tun, weil sie es können. Hier ein Video mit englischen Untertiteln über rumänische Hexen:


 

Wer fühlt sich bei diesem Anblick nicht an die 3 Hexen der Charmed TV-Serie (1998 - 2006) erinnert? Jedoch besteht ein gravierender Unterschied. Die Charmed-Hexen retten die Unschuldigen ohne Gegenleistung, weil es ihnen von einer höheren Macht (die Ältesten) befohlen wurde. Sie werden folglich fremdbestimmt. Deshalb empfinden sie ihr Schicksal als Bürde, von der sie sich gern befreien möchten. Das Naturgesetz ist das einzige, was der Magie übergeordnet ist. (Deshalb ist Magie auch allenfalls übersinnlich, aber niemals übernatürlich zu nennen.)

Die rumänischen Hexen retten niemanden umsonst. Und das ist auch gut so! Ihr Schicksal ist ein Privileg. Sie sind nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet. Sie helfen den Menschen ebenfalls. Damit es aber in der universellen Ordnung einen Ausgleich für ihre Taten gibt, steht ihnen zurecht eine angemessene Entschädigung zu.

Geben und Nehmen müssen immer ausgeglichen werden. Dieses Gesetz der universellen Balance hat Hollywood vergessen. Sie entwarfen die Charmed-Hexen-Rollen-Vorbilder entsprechend dem Muster eines unterdrückenden, unfreien Frauenbildes. Warum? Um Mädchen und Frauen, falls sie noch jung und unbedarft sind und diese Unterhaltung konsumieren, 'an die Kandare' zu legen! Frei nach dem Motto: Wenn ihr euch benehmt, dann bekommt ihr auch die Belohnung: eine heile Familie. - Diese anmaßende, autoritäre Haltung ist typisch für das Patriarchat, in dem wir leben.

Magie ist vor allem Selbstwirksamkeit und hat mit der Erfüllung übergeordneter Anweisungen, wie 'Charmed' suggeriert, nichts zu tun. Um Magie erfolgreich ausüben zu können, muss man zuerst sich selbst erkennen. Bei dieser Selbsterkenntnis hilft u. a. die Lösung der 8 Lebensaufgaben wie sie in Shakti Morgane's 'Buch der Schatten' formuliert sind.



 



 

Freitag, 16. Januar 2009

Die heilige Drei

Matriarchat: Muttergöttin, Gott (= ihr Sohn), Schöpfungskraft;

Hinduismus: Vishnu, Shiva, Brahma;

Patriarchat: Vater, Sohn, heiliger Geist;

Astrologie: Sonnenzeichen, Mondzeichen, Aszendent;

Esoterik: Geist, Körper, Seele;

Psychologie: Ich, Es, Überich

Naturgesetz: Pol, Gegenpol, Ausgleichskraft;

Hexenglauben: Diana, Persephone, Hekate
           Catharina (C), Margaretha (M), Barbara (B)
    (Die dreigestaltige Göttin – die drei Aspekte der Luna)

„... und Drei mach gleich, so bist du reich...“ (Goethe, Hexeneinmaleins).

Durch die Macht von drei mal drei wirke der Zauber, damit es so sei!